Daryonelis Logo

Daryonelis

Wie Keyword-Recherche wirklich geht

SEO Bildungsartikel
Wie Keyword-Recherche wirklich geht
`

Ich habe lange geglaubt, dass Keyword-Recherche bedeutet, sich mit anderen in einen Raum zu setzen und wild Ideen zu sammeln. Drei solcher Sessions später hatte ich Kopfschmerzen, eine chaotische Liste und keine Ahnung, wo ich anfangen sollte.

Der Mythos klingt logisch: „Mehr Köpfe denken besser, Brainstorming bringt kreative Keywords." In der Realität? Wir haben 90 Minuten geredet, 50 Keywords gesammelt, von denen vielleicht zehn relevant waren. Die meisten hatten entweder null Suchvolumen oder waren so umkämpft, dass eine neue Website keine Chance hatte.

Dann habe ich einen anderen Weg probiert. Allein, in Ruhe, mit drei konkreten Tools. Zuerst habe ich einfach in Google mein Hauptthema eingegeben und die „Ähnliche Fragen" kopiert. Nicht interpretiert, nicht bewertet, einfach gesammelt. 23 Fragen in 15 Minuten. Das ist die Basis.

Zweiter Schritt: Answer The Public durchsuchen. Das Tool zeigt, was echte Menschen tatsächlich eingeben. Keine Marketing-Fantasien, sondern reale Suchanfragen. Ich habe gefiltert nach Fragen mit „wie", „warum" und „was". Weitere 34 Keywords in 20 Minuten. Kein Brainstorming nötig, die Daten liegen einfach da.

Der dritte Teil war der interessanteste. Ich bin auf drei Konkurrenz-Websites gegangen, die gut ranken, und habe ihre URLs in Ubersuggest eingegeben. Das Tool zeigt, für welche Keywords die ranken. Ich habe alles mit einem Keyword-Difficulty unter 40 und einem Suchvolumen über 50 markiert. Das waren 87 Keywords, für die ich realistisch ranken könnte.

Mythos Nummer zwei: „Long-tail Keywords bringen keinen Traffic." Stimmt nicht. Ich habe gezielt nach Phrasen mit vier oder mehr Wörtern gesucht. „SEO-Tipps" hat 12.000 Suchanfragen, aber 400 konkurrierende Artikel. „SEO-Tipps für kleine Online-Shops ohne Budget" hat 90 Suchanfragen, aber nur acht Artikel. Rate mal, für welches ich nach drei Wochen auf Position 5 war?

Was auch nicht stimmt: „Du brauchst teure Tools für gute Recherche." Meine besten Keywords habe ich mit der kostenlosen Version von Ubersuggest gefunden und durch manuelles Durchsuchen von Reddit-Threads. Leute schreiben dort wortwörtlich ihre Probleme. Das sind deine Keywords.

Mein Prozess jetzt: 30 Minuten allein mit Daten, keine Meetings. Google-Vorschläge, Answer The Public, Konkurrenz-Analyse. Dann filtern nach Difficulty und Suchvolumen. Fertig sind 40 bis 60 verwendbare Keywords. Die Brainstorming-Session? Gestrichen. Seitdem ranke ich für 230 Keywords statt für 15.

`